Bolshunov holt sich erstmals WM-Gold

Hinter dem Russen laufen die Norweger auf die Plätze 2 bis 5
Alexander Bolshunov riss nach acht qualvollen Runden auf der anspruchsvollen WM-Strecke in Oberstdorf jubelnd die Arme hoch. Der Russe siegte im 30-km-Skiahtlon-Rennen vor dem starken Quintett aus Norwegen und ist zum ersten Mal in seiner Karriere Weltmeister. Für die Russen, die bei der WM allerdings unter neutraler Flagge laufen müssen war es der erste Weltmeistertitel seit 2017.
Es war ein Start-Ziel-Sieg, denn Bolshunov hatte stets den Ton angegeben, auch wenn er immer den Atem der skandinavischen Verfolger im Nacken spürte. Ganz kurz liegt sogar Hans Christer Holund an der Spitze.
Seine Verfolger abschütteln konnte Bolshunov dann im allerletzten Anstieg, in dem er mächtig Gas gab. Das Tempo konnten Holund und Simen Hegstad Krueger nach mehr als einer Stunde auf der anspruchsvollen Strecke nicht mehr mithalten. Mit einer Zeit von 1:11:33.90 schnappte sich der Russe, der im Vorjahr schon in Oberstdorf gesiegt hatte, Gold. Silber ging an Simen Hegstad Krueger mit einem Rückstand von 1,1 Sekunden, gefolgt von Hans Trister Holund (1,7 Sekunden) der sich die Bronzemedaille holte.
Auch die drei weiteren norwegischen Starter zeigten eine ganz starke Leistung. Johannes Hoesflot Klaebo, Emil Iversen, und der Weltmeister von Seefeld, Sjur Roethe, landeten auf den Plätzen 4 bis 6.
Die deutschen Langläufer dagegen konnten auf der Distanz nichts ausrichten. Lucas Bögl kam als 29. ins Ziel, 36. wurde Jonas Dobler und Friedrich Moch blieb Rang 38.